Am 28. Mai 1918 verabschiedete der Aserbaidschanische Nationalrat unter der Führung von Mahammad Amin Rasulzade die Unabhängigkeitserklärung Aserbaidschans und gründete die Demokratische Republik Aserbaidschan. Fatali Khan Chojski wurde Vorsitzender des Ministerrates. Die Unabhängigkeitserklärung legte fest, dass Aserbaidschan ein souveräner demokratischer Staat ist und allen Bürgern unabhängig von Nationalität, Religion, sozialer Herkunft, Stand und Geschlecht volle bürgerliche und politische Rechte garantiert.

Am 15. September 1918 wurde Baku von der Kaukasischen Islamarmee unter dem Kommando von Nuri Pascha befreit und zur Hauptstadt der Republik. Am 7. Dezember 1918 wurde das erste Parlament des muslimischen Orients eröffnet. Alimardan bey Toptschubaschow wurde zum Parlamentspräsidenten gewählt.

Während ihres 23-monatigen Bestehens gründete die Republik eine nationale Armee, erklärte Türkisch zur Staatssprache, gründete 1919 die Staatliche Universität Baku und führte eines der demokratischsten Wahlgesetze seiner Zeit ein, das auch Frauen das Wahlrecht gewährte. Am 11. Januar 1920 wurde die Unabhängigkeit Aserbaidschans auf der Pariser Friedenskonferenz de facto anerkannt. Am 27. April 1920 endete die Republik nach dem Einmarsch der 11. Roten Armee. Trotz ihres kurzen Bestehens prägte sie die Geschichte Aserbaidschans nachhaltig.

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